Zisterzienser-Kloster in Gościkowo-Paradyż

Das Kloster wurde am 29. Januar 1230 von Mikołaj Bronisz, dem Woiwode von Poznań gestiftet und in einem Sumpfgebiet am Zusammenfluss von Obra und Paklica bei dem Dorf Gościkowo in der Nähe von Międzyrzecz errichtet. Es ist ein einzigartiger Komplex von Denkmälern. Dazu gehören die Mariä Himmelfahrt Kirche, Klostergebäude und ein Areal bestehend aus alten Gärten umschlossen von einer Mauer aus dem siebzehnten Jahrhundert. Das Kloster ist heute der Sitz des Priestertums der polnischen römisch-katholischen Diözese Zielona Góra–Gorzów. Das Priestertum fungiert als eine auswärtige Sektion der Theologischen Fakultät der Universität Stettin.

Das Kloster war für die Ansiedlung der Zisterzienser bestimmt, die den Namen des Ortes in Paradisus Sanctae Mariae, das heiβt das Paradies der Muttergottes, tauften. Die intensive Entwicklung der Abtei dauerte bis Ende des 14. Jhs. Nach der zweiten Teilung Polens gehörte das Gebiet der Abtei zum preuβischen Gebiet. Ihre Behörden konfiszierten die Mehrheit der Paradies Güter. Schlieβlich wurde die Abtei 1834 aufgelöst. Das Kloster wurde im gotischen Stil errichtet. Im 17. Jh. wurde es dann in einen barocken Stil umgebaut. Die Kirche ist eine dreischiffige Basilika in rechteckiger Form  mit runden Kapellen in den Ecken und einer Kirchenvorhalle zwischen den Türmen. Der groβe Barockaltar aus dem Jahr 1739 mit seinem einem Gemälde das die Himmelfahrt der Heilige Jungfrau Maria von Felix Scheffler darstellt, stellt den wichtigsten Platz im Gotteshaus dar.

Die Sammlung des von den Zisterziensern im Verlauf der Geschichten zurückgelassenen historischen Andenkens, kann man im Paradies Museum sehen. Die Ausstellung enthält wertvolle alte Drucke aus dem 17. und 18. Jh. Historische Monstranzen, Geschirr und liturgische Trachten sowie eine Gemäldesammlung. Seit 2003 wird das alljährliche Festival der alten Musik “Musik im Paradies” im späten August in der Abtei veranstaltet.


Mehr info:  www.paradisus.pl