Holzkirchen Wanderweg der Ziegenbockregion

Auf dem Holzkirchener Wanderweg der Ziegenbocksegion befinden sich die Gotteshäuser in Klępsk, Chlastawa und Kosieczyn. Sie sind besonders für die Volksarchitektur liebhaber interessant. Der Wanderweg ist ungefähr 23 Kilometer lang.

Die Maria-Heimsuchung-Kirche in Klępsk ist ein einzigartiges Beispiel der Protestanten-Kunst mit Renaissance-Teilen. Sie wird als Perle des Holzbaus benannt. Die Kirche entstand im 14. Jahrhundert als eine gotische, ländliche und schlesische Holzkirche. Besonders beachtenswert sind die 117 biblische Gemälden, welche die Wände schmücken. Diese Kunstwerke sind die wertvollsten Teile der Kirchenausstattung. Sie wurden um die Wende des 16. Und 17. Jahrhunderts erschaffen. Es gibt hier unter anderem ein Taufbecken im Manierismus-Stil und ein gotischer Altar der Mutter Gottes mit Kind zu sehen. Erbaut wurde sie um ca. 1400 durch einen niederschlesischen Baumeister. Das ist die sicher wertvollste Sehenswürdigkeit der Kirche.

Die Filialkirche der Geburt der Heilige Jungfrau Maria in Chlastawa wurde 1637 errichtet und wird als das wichtigste Denkmal bezeichnet. Zusammen mit dem Tor-Glockenturm und dem alten Kirchhof bildet sie einen wunderschönen sakralen Komplex von einzigartiger historischer Qualität. Am Anfang des vergangenen Jahrhunderts wurde die Kirche von Grund auf renoviert sowie der Turm angebaut. In den 80er Jahren wurde eine aus dem siebzehnten Jahrhundert stammende Polychromie erneuert. Sie gibt die Szenen des Jüngsten Gerichts und Pflanzenmotive wieder.

Die Holzkirche der Heiligen Simon und Judas Thaddäus in Kosieczyn in der Gemeinde Zbąszynek wurde im Jahr 1406 von den Eigentümern des Dorfes – der Familie Samson gestiftet. Sie ist die zweitälteste Holzkirche (nach der Nikolaikirche in Tarnowo Pałuckie) auf polnischem Boden. In der Nähe befindet sich ein barocker Hof, erbaut im 18.Jh. Daneben gibt es einen neueren, neugotischen Hof und einen Landschaftspark (mit einer Fläche von 2,33 ha). Im Presbyterium steht der hölzerne, vergoldete, barocke Altar (aus der 2. Hälfte des 17. Jhs), in dessen Mitte sich das Bild der Gottesmutter Weltkönigin befindet. In der nordöstlichen Ecke des Schiffes befindet sich der spätbarocke Altar (aus der 1. Hälfte des 18. Jhs) mit Säulen aus Pseudomarmor. Im zentralen Teil der Kirche befindet sich eine hölzerne Pieta (aus dem 15. Jh.) mit spätgotischen Elementen.